Vitamin D

Ist Vitamin D wirklich ein Vitamin?

Per Definition handelt es sich bei Vitaminen um Substanzen, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen. Das trifft beim Vitamin D (auch: Calciferol) aber nur bedingt zu.

Frau sitzt am See meditiert und sonnt sichEs ist nämlich das einzige Vitamin, dass der Körper in ausreichendem Maß selbst herstellen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ausreichende Sonnenlichtbestrahlung der Haut. Nur wenn diese Form der Versorgung nicht hinlänglich gesichert ist, ist eine Zufuhr über die Nahrung nötig.

Wegen dieser Eigenschaft wird das Vitamin D von Ernährungsforschern oft den Hormonen, genauer gesagt den Steroidhormonen, zugerechnet. Die Bildung des Vitamin D im menschlichen Organismus erfolgt in drei Schritten: Die über die Haut durch UVB-Strahlung gebildete Vorstufe des Vitamin D gelangt über die Blutbahn in die Leber. Dort findet eine weitere Umwandlung statt, die schließlich in der Niere die endgültige Bioverfügbarkeit erhält und von dort in die Körperzellen transportiert wird (1).

Vitamin D: Funktion und Versorgung

Das Vitamin D ist bereits für den Säugling von besonderer Bedeutung, denn es sorgt für einen gesunden Skelettaufbau. Beim Erwachsenen hält es die Knochen stabil, da es die ausreichende Aufnahme von Kalzium über den Darm maßgeblich gewährleistet. Da unsere Zähne ebenfalls Kalzium benötigen, ist das Vitamin D auch für gesunde Zähne zuständig. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Vitamin D auch an zahlreichen weiteren Vorgängen im Körper beteiligt ist und Einfluss auf die Gesundheit nehmen kann. So wird unter anderem ein Zusammenhang mit Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder dem Immunsystem gesehen (2). Deshalb gewinnt Vitamin D eine zunehmende Bedeutung bei der Prävention nicht nur vor Osteoporose, sondern auch anderer Erkrankungen.

Die Zufuhr von Vitamin D erfolgt wie erwähnt hauptsächlich über die Haut und die Bildung im Organismus. Möglichst viel an der frischen Luft spazieren gehen und dabei Gesicht und Arme dem Sonnenlicht aussetzen, ist also Grundvoraussetzung für die optimale Versorgung mit Vitamin D. Das Vitamin kann über einen gewissen Zeitraum im Fettgewebe gespeichert werden, in der lichtarmen Jahreszeit ist aber eine zusätzliche Versorgung über die Nahrung unumgänglich. Nahrungsmittel mit Vitamin D sind fettreiche Fische wie Makrele, Hering, Lachs oder Heilbutt. Außerdem Pilze, Eier und Leber.

Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Tagesdosis von 5 µg für Erwachsene bis 65 Jahren und 10 µg ab 65 Jahren aufwärts wird beispielsweise mit 150 g der genannten Fische oder 1 Ei plus 140 g Pilzen gedeckt. Vitamin D ist hitzebeständig, aber empfindlich gegenüber Licht und Sauerstoff.

Was tun bei Vitamin D Mangel?

Ein Mangel an Vitamin D wird vor allem bei älteren Menschen beobachtet, die sich tendenziell weniger im Freien aufhalten. Außerdem ist im Alter die Fähigkeit der Haut, Vitamin D herzustellen, reduziert. Menschen, die nicht nur den Großteil ihres Berufs-, sondern auch ihres Freizeitlebens in geschlossenen Räumen verbringen, sind ebenfalls unterversorgt. Risikopersonen sind auch bettlägerige Menschen oder im Winter geborene Säuglinge. Mangelsymptome sind „Knochenerweichung“ oder –brüchigkeit (Osteoporose), Krämpfe der Extremitäten, Übelkeit oder Atemprobleme.

Eine Überversorgung mit Vitamin D ist durch Sonneneinstrahlung nicht möglich. Bei extrem hoher Zufuhr über die Nahrung können unter Umständen Nebenwirkungen wie Durst, Übelkeit und Erbrechen oder häufiges Wasserlassen beobachtet werden. Bei der Einnahme von Vitamin D Nahrungsergänzungen kann es darüber hinaus zu einem erhöhten Calciumspiegel oder Nierenproblemen kommen. Hochdosierte Vitamin D Präparate sind daher verschreibungspflichtig. Eine Zufuhr von täglich 100 µg gilt als unbedenklich.

Wer seinen Vitamin D Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel absichern will, sollte Präparate wählen, die den Anforderungen der orthomolekularen Medizin genügen.

Quellenangaben

Vitamin D – Referenztabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

(1,2) A. Ströhle, Vitamin D im Blickfeld der Prävention, 2011

Wichtiger Hinweis: Aufgrund von möglichen Wechselwirkungen wird darauf hingewiesen, dass bei Medikamenteneinnahme jede zusätzliche Verwendung auch von natürlichen Substanzen oder Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Arzt abgestimmt werden sollte. Bitte weiterlesen..

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