Glaubersalz

Was versteht man unter Glaubersalz?

Chemisch korrekt heißt es Natriumsulfat, denn es ist eine Verbindung aus Kochsalz (Natrium) und Schwefelsäure (Dihydrogensulfat). Auch der Name „schwefelsaures Natron“ ist bekannt. Da Natriumsulfat auch natürlicher Hochwertiges GlaubersalzBestandteil verschiedener Mineralwässer ist, unter anderen in Karlsbad, wird es auch „Karlsbader Salz“ genannt. Die hier und heute gängige Bezeichnung ist jedoch Glaubersalz. Dieser Name geht darauf zurück, dass Johann Rudolph Glauber, ein deutscher Arzt, Apotheker und Chemiker, diese Verbindung um das Jahr 1625 hergestellt hat. Er selbst nannte es, um die Verwirrung perfekt zu machen, „Sal mirabilis glauberii“ oder „Mirabilli“.

Glaubersalz ist ein farbloses, fast durchscheinendes und grobkörniges Pulver. Es ist wasserlöslich und wird daher in der Regel auch einfach in Wasser gelöst eingenommen. Glaubersalz ist stark abführend, was aus der osmotischen Wirkung im Darm resultiert. Das heißt: Wasser wird im Darm gebunden, der Flüssigkeitsanteil im Stuhl steigt stark an und löst so den verstärkten Stuhldrang aus.

Wie und wann wird Glaubersalz eingesetzt?

Glaubersalz wird oft als schnelles Abführmittel zur Darmentleerung vor Darmuntersuchungen eingesetzt. Bekannt ist es aber vor allem im Rahmen von Heilfastenkuren. Hier kommt es aus Sicht der Vertreter des Heilfastens nämlich darauf an, dass der Darm gut entleert und somit von Giftstoffen und Schlacken gereinigt wird. Man spricht hier auch vom „Glaubern“. Das Glaubersalz ist dabei zugleich relativ schonend und gut wirksam. Etwa ein bis drei Stunden nach der Einnahme setzt die Wirkung ein. Die Einnahme erfolgt als Getränk. Ein bis drei Löffel des Salzes werden in lauwarmem Wasser gelöst, gut umgerührt und dann getrunken. Wegen des strengen Geschmacks ist es empfehlenswert, das Glas mit einem Zug zu leeren.

Etwas angenehmer schmeckt es, wenn frisch gepresster Limetten- oder Grapefruitsaft zugegeben und das Gemisch gut gekühlt getrunken wird. Wegen des hohen Wasserverlusts durch die Darmentleerung muss darauf geachtet werden, dass begleitend viel getrunken wird. Am besten geeignet sind Wasser und ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee.

Der Bezug von Glaubersalz ist einfach: in der Apotheke, manchen Reformhäusern und über Online-Shops ist es problemlos und sehr preiswert zu beziehen. Beim Direktkauf wird die gewünschte Menge abgewogen, für eine Fastenkur reichen etwa 100 g aus. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, das Glaubersalz nicht mit dem Bittersalz (Magnesiumsulfat) zu verwechseln.

Auch das ist ein im Rahmen von bestimmten Fastenkuren genutztes Abführmittel, z.B. von den Ärzten der bekannten Mayr-Kur. In der Naturheilkunde kommt es bei Darmproblemen zum Einsatz.

Auch das Natriumsulfat findet seinen Einsatz zusätzlich im naturheilkundlichen Bereich: Hier ist es als Schüßler-Salz Nummer 10 (Natrium sulfuricum) bekannt. Viele Apotheken führen inzwischen Schüßler-Salze, sie können aber auch über seriöse Online-Shops bestellt werden. Die Homöopathie nutzt ebenfalls die Wirkung in ihren Heilmitteln. Darin liegt das Natriumsulfat in potenzierter, also extrem verdünnter Form vor. Die Naturheilkunde nutzt es nicht als Abführmittel, sondern vor allem bei Leber- und Gallenproblemen.

Wann ist Glaubersalz nicht zu empfehlen?

Glaubersalz ist nicht zur dauerhaften Anwendung als Abführmittel geeignet. Der erhöhte Natriumanteil im Körper kann bei bestimmten Vorerkrankungen zu Problemen führen, außerdem können andere Mineralien verloren gehen. Auch die Wirkung von Medikamenten kann beeinflusst werden. Bei konstanten Verdauungsproblemen sind deshalb Alternativen zu suchen. Ungeeignet ist Glaubersalz beispielsweise auch für Personen, die sich streng salzarm ernähren müssen oder bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Darmverschluss und bei Elektrolytstörungen. Glaubersalz ist immer in vorheriger Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen.

Wer diese Einschränkungen berücksichtigt, kann seine Heilfastenkur mit dem „Glaubertrunk“ beginnen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Quellenangaben

weitere Informationen zu Glaubersalz

Wichtiger Hinweis: Aufgrund von möglichen Wechselwirkungen wird darauf hingewiesen, dass bei Medikamenteneinnahme jede zusätzliche Verwendung auch von natürlichen Substanzen oder Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Arzt abgestimmt werden sollte. Bitte weiterlesen..

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