Ringelblume

Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Familie der Korbblüter oder Asterngewächse, der zahlreiche weitere Heilpflanzen entstammen. Wie viele ihrer Verwandten wächst auch die Ringelblume krautartig, das heißt stark verästelt, und erreicht so in der Regel eine Höhe von 30 bis 50 Zentimetern. Die unteren Blätter der RingelblumenfeldPflanze sind keilförmig oval und verjüngen sich zum Stängel hin, ohne selbst jedoch einen solchen auszubilden; die oberen Blätter der Ringelblume bilden hingegen eine umgekehrte, eiförmige Form, die den Stängel umfasst. Die Ringelblumenblätter sind wechselständig und weisen am Rand eine charakteristische Zahnung auf: Bei genauer Betrachtung lässt sich an ihrer Spitze jeweils eine schwarze Drüse erkennen.

Die Blüten der Ringelblume sind endständig und zu Köpfchen zusammengefasst: Die einzelnen Blüten sitzen also an einer gemeinsamen Sprossachse und umgeben diese. Um die Ringelblumenblüte herum befinden sich Hüllblätter – sie sind wie der Stängel und die Blätter mit feineren Härchen versehen.
Ringelblumen tragen zwischen Juni und Oktober ihre Früchte. Dabei handelt es sich um sogenannte Schließfrüchte: Die Ringelblume wirft ihre Samenkapseln als Ganzes ab, ohne dass diese sich von selbst öffnen.

Allgemein

Die Ringelblume trägt im deutschen Sprachraum viele verschiedene Namen. Neben den Bezeichnungen Gartenringelblume und Ringelrose ist sie auch unter den Synonymen Butter- oder Goldblume weithin bekannt.

Ein weiterer Name der Ringelblume lautet Totenblume; er rührt daher, dass die Ringelblume traditionell oft auf Gräbern gepflanzt wird. Doch auch in Gärten ist die Pflanze weit verbreitet und zusätzlich auf Wiesen und Feldern in ganz Europa zu finden.

Inhaltsstoffe

Neben ätherischen Ölen enthält die Ringelblume Flavonoide (Farbstoffe, hier Carotin), Bitterstoffe und Saponine (Defensivstoffe zur Abwehr von beispielsweise Pilzen).

Wirkung & Anwendung

Prinzipiell können alle Teil der Ringelblume verwendet werden – vor allem die Blüten und Sprossspitzen sowie die Blätter haben sich jedoch als besonders wirksam erwiesen. Die Inhaltsstoffe der Ringelblume fördern die Durchblutung und wirken dadurch krampflösend, abschwellend und schmerzstillend. Zudem kann mit Ringelblumen-Präperaten behandeltes Gewebe besser und länger Feuchtigkeit halten (Wurzer, 2005).

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung der Ringelblume kann auf vielfältige Art und Weise erfolgen. Hierbei werden die ganzen Blüten (frisch oder getrocknet) verwendet. Ein Aufguss aus ihnen kann als Mundspülung eingesetzt werden, um Entzündungen im Mundraum zu behandeln, oder für Kompressen verwendet werden. Solche Kompressen eignen sich sowohl bei leichten Frostbeulen oder Prellungen, als auch bei Schwielen (Wurzer, 2005). Als Aufguss, Dekokt oder Brei können Ringelblumen außerdem als natürliches Mittel zur Hautreinigung und -pflege verwendet werden (ebd.; Hirschsteiner, 2004).

Innerliche Anwendung

Die Blüten können als Salat oder Suppe eingenommen werden: Sie fördern die Durchblutung im Bauchraum und verbessern somit die Verdauung und lindern Wechseljahresbeschwerden (Wenzel & Funke, 2003). Die Durchblutungsförderung führt außerdem zu einer Unterstützung der Regeneration bei der Wundheilung; bei äußerer Anwendung wirkt die Ringelblume zudem antibiotisch und entzündungshemmend, wodurch Heilungsprozesse ebenfalls verstärkt werden können (Hirschsteiner, 2004).

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Quellenangaben

Wenzel & Funke: Das Kräuterjahr. Gesund und schön mit der Kraft der Natur
Hirschsteiner: Die besten Haus- und Naturheilmittel. Altbewährtes neu entdeckt
Wurzer: Das große Lexikon der Heilpflanzen. Ihre Anwendung und ihre natürliche Heilkraft

Wichtiger Hinweis: Aufgrund von möglichen Wechselwirkungen wird darauf hingewiesen, dass bei Medikamenteneinnahme jede zusätzliche Verwendung auch von natürlichen Substanzen oder Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Arzt abgestimmt werden sollte. Bitte weiterlesen..

Fragen und Kommentare

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