Mönchspfeffer

Mönchspfeffer – er blüht in jedem Klostergarten

Schon in der Ilias von Homer wurde der Mönchspfeffer erwähnt, und zwar als Sinnbild für Keuschheit. Der botanische Name des Mönchspfeffers ist „Vitex Agnus Castus“, man kennt ihn auch unter dem Namen „Keuschlamm“. Keusch wie ein Lamm sollten nämlich die Mönche und Nonnen in den Klöstern sein. In größeren Mengen wird dem Die MönchspfefferpflanzeMönchspfeffer nämlich eine lustdämpfende Wirkung vor allem bei Männern zugeschrieben. In kleinen Mengen wirkt er allerding eher libidosteigernd, und bei Frauen einfach nur ausgleichend auf die Geschlechtsorgane.
Der bis zu 5 Meter hoch wachsende Strauch blüht im Spätsommer blau bis violett, bevor seine 5 mm großen Früchte wachsen. Diese schmecken pfeffrig-scharf, woraus sich der Name erklärt. Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß, besonders gern wächst der Mönchspfeffer an feuchten Uferböschungen.

Welche Inhaltsstoffe machen den Mönchspfeffer wertvoll?

Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, kein Genussmittel. Die Früchte des Strauches enthalten etwa 2 % wertvolle ätherische Öle, dessen Zusammensetzung nach Wettereinfluss und Standort variieren kann. Verschiedene Flavonoide (farbgebende sekundäre Pflanzenstoffe mit Schutzwirkung vor „Freien Radikalen“), Bitterstoffe wie Casticin und fette Öle sorgen für die entsprechende Wirkungen.

Bei welchen Beschwerden wirkt der Mönchspfeffer?

Mönchspfeffer wird überwiegend in der Frauenheilkunde eingesetzt. Zwei renommierte wissenschaftliche Kommissionen zur Bewertung pflanzlicher Heilmittel, die Kommission E und die ESCOP, nennen als „mögliche Einsatzgebiete das prämenstruelle Syndrom, Störungen des weiblichen Zyklus, Spannungsgefühle der weiblichen Brust“. Das heißt: Bei Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden, können das typische und schmerzhafte Spannungsgefühl in der Brust sowie lästige Zyklusunregelmäßigkeiten durch den Einsatz von Agnus Castus Präparaten gelindert werden. Das erklärt sich aus einer dem Dopamin ähnlichen Wirkung, wodurch die Prolaktinproduktion reguliert wird, die wiederum die Brustdrüse beeinflusst.

Es wird zudem vermutet, dass der Mönchspfeffer auf zwei wichtige Hormone Einfluss nimmt, die den Zyklus regeln, nämlich das Follikel stimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH). Somit kann der Mönchspfeffer Wechseljahre und ihre Beschwerden ebenfalls positiv beeinflussen. Hier hilft er vor allem in der Anfangsphase, wenn es zu ersten Zyklusunregelmäßigkeiten kommt (siehe hierzu: Schwenkhagen/Schaudig, Kompass Wechseljahre; oder: Karger, Wechseljahre). Hebammen weisen auch auf die milchbildende Wirkung bei ungenügendem Milchfluss hin.
Es werden jedoch im Zusammenhang mit dem Mönchspfeffer noch weitere Einsatzgebiete genannt, nämlich Hautunreinheiten, Migräne, Blähungen, depressive Verstimmungen oder Gereiztheit. Dem Mann soll es bei Prostata- oder Hodenentzündung helfen.

Welche Präparate gibt es?

Vom Mönchspfeffer werden vor allem die zerkleinerten Früchte genutzt, aber auch die Blätter können verwendet werden. Mönchspfeffer wird in Form von Dragees oder Kapseln, als alkoholische Tropfen oder getrocknet als Tee angeboten. Die Wirkung setzt, wie bei den meisten pflanzlichen Heilmitteln, erst nach einiger Zeit ein. Deshalb wird eine kontinuierliche Einnahme von drei Monaten empfohlen.
Wie alles, was eine Wirkung hat, kann aber auch der Mönchspfeffer Nebenwirkungen haben. So kann beispielsweise Hautjucken, Hautkribbeln oder Hautausschlag als allergische Reaktion auftreten. Möglich ist auch eine Beeinflussung der Wirkung bei Einnahme von Dopamin-Rezeptorantagonisten, da Mönchspfeffer ebenfalls eine dopaminähnliche Wirkung besitzt. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Mönchspfeffer nicht eingenommen werden (1).

Außer den reinen Mönchspfeffer-Präparaten gibt es auch Kombi-Präparate, etwa Teemischungen.

Inhaltsstoffe des Mönchpfeffers

  • Ätherische Öle
  • Flavonoide
  • Iridoidglykoside
  • u.v.m

Welche Präparate sind zu empfehlen?

Wer reine Mönchspfeffer-Präparate kaufen möchte, sollte unbedingt auf Herkunft und Verarbeitung des Ausgangsproduktes achten. Düngemittel- und pestizidfreier Anbau (Bio-Anbau) und das Fehlen von Bindemitteln und Füllstoffen sind gute Qualitätsmerkmale. Vegetarier achten zusätzlich darauf, dass keine Bestandteile wie zum Beispiel tierische Gelatine enthalten sind. Wer sicher gehen möchte, kann sich im Internet zusätzlich auf der Hersteller-Website informieren, ob nach „Medizinstandard“ gearbeitet wird, ein Qualitätsmanagement vorhanden ist oder bestimmte Qualitätssiegel geführt werden. Apotheken und Reformhäuser bieten in der Regel einwandfreie Produkte an. Oft wird der naturheilkundlich orientierte Arzt oder der Heilpraktiker aber auch gezielt ein bewährtes Präparat benennen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Quellenangaben

(1) Frauenheilpflanzen: Wirkungen, Hausmittel und praktische Selbsthilfetipps -Mönchspfeffer

Wichtiger Hinweis: Aufgrund von möglichen Wechselwirkungen wird darauf hingewiesen, dass bei Medikamenteneinnahme jede zusätzliche Verwendung auch von natürlichen Substanzen oder Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Arzt abgestimmt werden sollte. Bitte weiterlesen..

Fragen und Kommentare

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